COVID-19-Folgen: Kredite allein reichen nicht

Dringende steuerliche Maßnahmen zur Stützung von Unternehmen

Die Exekutive hat zum Schutz der Gesundheit in einer bisher glücklicherweise nie erforderlichen Intensität in die unternehmerischen Grundfreiheiten eingegriffen. Sie hat sich bemüht, Liquiditätsengpässe vornehmlich durch Kredite und vereinfachte Herabsetzung von Steuervorauszahlungen abzufedern. Diese Maßnahmen sind bedauerlicherweise nicht ausreichend. Kreditunterstützungen mit 100% Garantiewerden besser als in der Vergangenheit greifen. Mit Krediten allein lässt sich die Lage der Unternehmen nicht verbessern. Viele haben ihren ganzen Umsatz verloren, ohne dass sich auf der Kostenseite wesentliche Einsparungen ergeben hätten. Handelsware ist teilweise verdorben. Insofern rächt sich, dass in den letzten Jahren die Glättung der Steuereinnahmen Vorrang vor einer Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit erhalten hat. Diesen „Luxus“ zulasten der Unternehmen können wir uns als Gesellschaft in der Krise nicht mehr leisten.

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Gast-Editorial im NWB 16/2020